Müllboxen Beton

Die Auswahl bei Müllboxen hinsichtlich Material ist groß. Die einen wollen Kunststoff, das andern Metall oder Holz und wiederum andere wollen es ganz massiv, nämlich aus Beton. Welche Anbieter es gibt und wie du dir Müllboxen aus Beton selber machst, das liest du hier:

Warum eigentlich Beton?

Beton vereint die Vorteile unterschiedlicher Materialien. Zum einen ist der Werkstoff äußerst robust und massiv und demzufolge auch sehr witterungsbeständig. Während Müllboxen aus Metall sich sehr schnell aufheizen, ist das bei Beton nicht so schnell der Fall, da dieser in seiner Speichermasse noch ausreichend Kälte als Reserve hat und die Box länger kühl bleibt. Dieser Effekt ist vergleichbar mit dicken Wänden von alten Zinshäusern. Auch hier muss sich die Hitze erst durch die kühle Speichermasse hindurchkämpfen, weshalb es in den Räumen im Sommer fast immer kühler ist als bei Neubauten.

Beton ist zudem ein Werkstoff für die Ewigkeit. Man baut Häuser, Tiefgaragen, Fundamente und vieles mehr damit. Alle sind Sie für lange Haltbarkeit bestimmt. Das ist auch bei Müllboxen der Fall.

Einen gravierenden Nachteil gibt es dann aber doch und zwar das Gewicht. Beton wiegt über 2000 kg/m³ (je nach Betonart). Das ist gegenüber Holz mit etwa 500 kg/m² oder Metall, das nur sehr dünnwandig zur Anwendung kommt sehr schwer.

Das ist leider auch der Grund, warum es defakto kaum versandfertige Produkte im Netz zu finden gibt. Auf Amazon beispielsweise findet man lediglich die Materialien Kunststoff, Metall, Holz oder Gabionen.

Wie findest du nun Mülltonnenboxen aus Beton?

Zwei wesentliche Möglichkeiten und eine ähnliche Methode gibt es. Zum einen kannst du dir eine Mülltonneneinhausung aus Beton selber bauen, zum anderen gibt es Anbieter, die genau darauf spezialisiert sind und zu guter Letzt sind Gabionen auch eine gute Alternative.

Selber bauen

Wer sich als Heimwerker versuchen möchte, kann eine Müllbox mit etwas Geschick selbst bauen. Im Wesentlichen beginnst du einmal mit einem Fundament, betonierst dann die Seitenwände und anschließend die Decke. Nachdem alles ausgehärtet ist, kannst du an der Front mit Scharnieren eine Metalltüre oder Holzverstrebungen als Türe einsetzen.

Basis

  1. Loch graben: Private Mülltonnen sind in der Regel nicht so schwer, weshalb hier kein besonders belastbares Fundament erforderlich sein sollte. Grabe zunächst etwa 30 cm tief ein Loch in die Erde. Die Breite und die Länge bestimmst du danach wie groß deine Mülltonne ist, bzw. wie viele du nebeneinander hinstellen möchtest. Grabe etwa in jede Richtung 10 cm größer aus, damit die Schaltung Platz hat.
  2. Rollierung einfüllen: Um Setzungen zu reduzieren und die Last gleichmäßig zu verteilen füllst du nun Rund- oder Kantkorn ein. Das sind mehr oder weniger Steine zwischen einem und drei cm Größe. Diese füllst du nun ca. 15 cm hoch in das Loch ein. Nun hast du eine stabile Basis.
  3. Fundament schalen: Mit entsprechendem Schalungsholz baust du nun entsprechend der Abmessungen deines Fundaments einen Korpus, den du nachträglich mit Beton verfüllst. Damit sich die Schalung nicht nach außen drückt, kannst du diese mit Holz am Rand der Grube abstützen.
  4. Bewehrung einlegen: Beton ist wunderbar gegen Druckkräfte, aber nicht gegen Zugkräfte geeignet. Wird es kalt, kann der Beton reißen. Um das zu verhindern kommt die Bewehrung hinzu. Das sind mehr oder weniger Stahlmatten, da dieser Stoff Zugkräfte gut aufnehmen kann. Lege zunächst Abstandshaltern ein, damit die Matte nicht am Boden liegt und danach die Matte darauf. Senkrecht kannst du nun als Abstandshalter ebenfalls Bewehrung einlegen und das gleiche dann nochmals an der Oberseite. Ma nennt das auch Bewehrungskorb.
  5. Betonieren: Nun kannst du den Beton einfüllen und flächig abstreichen. Möchtest du es ganz professionell machen, bietet es sich an seitlich ein Fugenband einzusetzen, damit zwischen Wand und Boden kein Wasser hindurch kann. Weiters kannst du entlang der künftigen Wand Bewehrungshaken einsetzen um Boden und Wand besser zu verbinden. Das wird auch bei Häusern so gemacht. Wichtig: Denk an den Wasserablauf. Der Boden und die Decke müssen an der Oberseite leicht schief (ca. 2% Gefälle) betoniert werden, damit Regenwasser abfließen kann.

Wände & Decke

  1. Seitenwände: Theoretisch kannst du dich noch zur Gabione um entscheiden und diese einfach aufstellen oder Seitenwände betonieren. Das funktioniert ähnlich dem Fundament. Zunächst stellst du die äußere Schaltung auf (insgesamt Wand- und Deckenhöhe), legst den Bewehrungskorb mit den Abstandshaltern ein und stellst nachher die innere Schalungswand auf. Damit beides parallel steht, bieten sich Abstandshalter an. Das sind mehr oder weniger kleine, graue Plastikröhrchen. Im Anschluss kann betoniert werden und der obere Rand sauber abgezogen werden. Als Wandstärke/Deckenhöhe könntest du zum Beispiel 10 cm wählen. Am oberen Rand steckst du nun wieder Bewehrungshaken ein um die Wand mit der Decke zu verbinden.
  2. Decke betonieren: Nachdem die Wände ausgehärtet sind und die innere Schalung abgebaut wurde, kannst du nun mit entsprechenden Unterstützungsstehern und einer flächigen Deckenschalung eine Basis für die Decke schaffen. Die äußere Schaltung bildet gleichzeitig den Abschluss, denn diese ist ja um die Deckenhöhe höher als die bereits betonierte Wand. Wieder folgt der gleiche Schritt mit dem Bewehrungskorb einlegen und anschließendem Betonieren und abziehen. Damit die Decke nicht durchhängt und ausreichend Zeit zum Trocknen und Härten hat, lass das bitte ca. drei Wochen so stehen. Danach kannst du ausschalen. Die Einhausung ist damit fertig.

Feinschliff & Türe

  1. Feinschliff: Du hast nun unbearbeiteten Stahlbeton. Viele belassen das so, andere überziehen diesen noch mit einem Buntsteinputz. Das ist natürlich Geschmackssache.
  2. Türe: An der Front kannst du nun Scharniere kaufen und befestigen sowie eine Metalltüre (Maße und Verfügbarkeit vorher prüfen) oder im einfacheren Fall eine selbstgemachte Holztüre oder Verstrebung mit einem Schlüsselloch einsetzen.

Gabionen als Alternative

Eine Müllbox aus Beton selbst zu machen ist natürlich eine spannende Aufgabe. Eine ähnliche Alternative bieten hier Gabionen. Das sind Eisengitter, welche mit Steinen verfüllt werden. Damit haben Sie eine ähnlich massive Optik, bilden jedoch meist nur einen seitlichen, bzw. hinteren Abschluss. Sie haben damit ein sehr modernes Erscheinungsbild.

Anbieter von Müllboxen aus Beton

Selbst bauen ist eine Möglichkeit, einen professionellen Anbieter zu wählen eine andere. Ein sehr bekannter Hersteller ist zum Beispiel Paul Wolff mit den bekannten Produktlinien Avantgarde, Silent oder Klassik sowie Einstiegsmodellen.

In Bezug auf Müllboxen aus Beton sind zudem diese Links zu Herstellern, bzw. Händlern zu empfehlen:

Egal ob deine Müllbox aus Beton fertig gekauft wird, selbst gebaut oder du dich doch für eine Gabione entscheidest, ein zeitloses und massives Erscheinungsbild ist dir damit sicher.

6 Gedanken zu „Müllboxen Beton“

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